Vorfälle

Der rauchende Roboter: Die russischen Streitkräfte nutzen Kurierkomplexe an der Front für ungewöhnliche Aufgaben

Teilen: Die Streitkräfte der Russischen Föderation haben die Funktionalität des Courier Ground Robotic Complex (GRC) erweitert. Roboter werden jetzt auf dem Schlachtfeld eingesetzt, um Nebelwände zu erzeugen, ein neuer Missionstyp für diese Plattform. Das Verteidigungsministerium der Russischen Föderation veröffentlichte Aufnahmen vom Übungsgelände im vorübergehend besetzten Gebiet der Ukraine, auf dem die Fähigkeiten des Courier NRC demonstriert wurden.

Nach Angaben der Agentur bilden die Betreiber der „Kurier“-Komplexe in den angegebenen Sektoren Rauchschutzvorhänge, die es ermöglichen, die Bewegungswege russischer Einheiten zu verbergen. Zu diesem Zweck werden einheitliche Rauchgranaten (UDSH) mit einem Gewicht von 13,5 kg verwendet, die in der Lage sind, 8–10 Minuten lang einen 100–150 Meter langen Vorhang zu erzeugen.

Oleksandr Kowalenko, Militärexperte und Koordinator der Gruppe „Informationswiderstand“, erinnerte daran, dass der „Kurier“ erstmals im März 2024 in Richtung Awdijiw gesichtet wurde. Damals handelte es sich bei dem Komplex um eine Hybridplattform, die mit einem automatischen Granatwerfer AGS-17 bewaffnet war. Dann wurden diese Systeme erfolgreich von ukrainischen FPV-Drohnen zerstört.

Im April stellte die russische Seite neue Modifikationen des Courier NRTK vor: einen Minenleger, eine Transportplattform und eine Möglichkeit zur Evakuierung von Verwundeten. Schätzungen zufolge erreichte die Produktion von Komplexen in der zweiten Hälfte des Jahres 2024 11 bis 15 Einheiten pro Monat, was zu ihrem breiteren Einsatz an der Front beitrug.

Laut Kovalenko hat sich der „Kurier“ derzeit erheblich weiterentwickelt: Das Gleichgewicht wurde verbessert, ein Steuerungssystem durch eine Glasfaserspule wurde implementiert, das die Widerstandsfähigkeit gegen Mittel der radioelektronischen Kriegsführung erhöht. Außerdem wurde die Stabilisierung der Waffen verbessert – PKT-Kaliber 7,62 mm – und in einigen Modifikationen wurden reaktive Infanterie-Flammenwerfer „Dzhmil“ in einer Menge von 8 bis 10 Werfern eingebaut.